Die Tage werden länger, der Wintermantel zieht sich in seine Ruhepause in den Keller zurück und die Sonne haucht uns wieder neues Leben ein: Nicht nur viele Tiere erwachen gerade aus ihrem Winterschlaf, sondern auch wir Menschen fühlen uns durch den Frühling plötzlich wie wachgeküsst. Viele nutzen diese neue Energie für den alljährlichen Frühjahrsputz. Für mich bedeutet das aber, nicht nur meine Wohnung gründlich zu säubern, sondern auch mein Innenleben wieder sommertauglich zu machen. Wie ich das anstelle, verrate ich Euch in diesem Artikel.

 

Der offizielle Frühlingsanfang ist ja der 20. März. Aber schon jetzt merke ich, wie sich alles in und an mir wieder aufrichtet, sich streckt und mir sagt: Julia, wach auf, es ist Frühling! Und dieses Gefühl liebe ich sehr, denn ich entnehme so viel Kraft daraus. Bevor ich mich aber zu sehr in den Träumereien über den Sommer und meine Urlaube verliere, nutze ich die Motivation für einen ausgiebigen Frühjahrsputz. Dabei reinige ich nicht nur mein WG-Zimmer, sondern auch meine Seele. Das klingt jetzt vielleicht total esoterisch, aber es klappt wirklich – zumindest mit diesen Tipps.


Wir starten klassisch
Ich bin mir sicher, wenn Ihr gerade das Wort Frühjahrsputz gelesen habt, dachtet Ihr zuerst an all Eure Putzmittel, Lappen und Schwämme. Und genau diesen Gedanken machen wir uns jetzt zunutze! Schließlich kenne ich es selbst, dass man häufig auch gar keine Lust hat, die ganze Wohnung komplett zu säubern. Deshalb ist es jetzt umso wichtiger, dass wir diese Assoziation jetzt umsetzen. Schnappt Euch also Eure Reinigungssachen und fangt am besten in dem Zimmer an, in dem Ihr Euch am meisten aufhaltet. Denn gerade dort soll ja alles sauber sein für die anstehenden Sommermonate. Selbstverständlich meine ich nicht nur das oberflächliche Saubermachen von Dreck, Staub und dem immer sichtbaren Kleidungsstapel auf dem Stuhl. Ich rede vom Ausmisten! All die Schubladen und Kisten, die ebenfalls in den Winterschlaf verfallen sind, werden jetzt von uns aufgeweckt und gründlich begutachtet: Was befindet sich überhaupt darin? Was benötige ich wirklich von all dem? Was kann ich verkaufen, verschenken oder spenden? Natürlich stellen wir uns diese Fragen nicht ohne einen verschmitzten Hintergedanken, denn im Frühling und im Sommer erwachen auch die Flohmärkte wieder und bieten uns viele tolle Möglichkeiten, Neues zu entdecken und unsere Aufbewahrungsgegenstände erneut aufzufüllen. Kleine Empfehlung von mir: Second Hand fühlt sich nicht nur für unsere Erde, sondern auch für unseren Geldbeutel und für unsere Seele besser an!


Nachdem Ihr Euer Zimmer geputzt habt, bestreitet Ihr mit derselben Methode die restlichen Räume und reinigt alles bis auf’s kleinste Detail. Ganz wichtig ist auch, dass Ihr Euch dabei Zeit lasst. Wir haben den ganzen Frühling noch vor uns und müssen uns nicht stressen. Lieber langsam und tiefgründig säubern, statt oberflächlich zu arbeiten. Hauptsache, diese Tiefenreinigung wird erledigt und wir starten entspannt in die weitere warme Zeit. Na, wie fühlt sich dieser erste Schritt schon mal an?

 

Jetzt geht’s ans Eingemachte
Nachdem Eure Wohnung sauber ist, kommt das Wichtigste an die Reihe: Und zwar wir selbst! Was mir immer hilft, mein Innenleben aufzuräumen, ist Stift und Papier. Erstmal schreibe ich alle Ideen, Träume und Herausforderungen auf, die ich in den kommenden Monaten umsetzen möchte oder die mich erwarten werden. Somit ist schon einmal mein Kopf geleert und mein Gewissen fühlt sich leichter an. Danach kommt der kreative Teil. Wie Ihr in meinem Artikel zum Jahresstart 2024 schon erfahren habt, bin ich Fan von Vision Boards – Ziele anhand von Bildern visualisieren. Für den Frühling und Sommer fertige ich wieder so eins an, nur diesmal rein digital. So kann ich mich selbst immer wieder neu motivierten und mich für die heiße Jahreszeit begeistern, sobald ich meinen Laptop öffne. Hierbei ist Eurer Fantasie keine Grenze gesetzt: Eure Bilder können sich auf Reisen, Veranstaltungen, Persönliches oder Beängstigendes beziehen. Damit meine ich, dass es mir manchmal hilft, wenn ich meine Probleme anschaue und merke, dass sie eigentlich ganz schön klein und überwindbar sind. Außerdem stehen sie permanent im Vergleich mit den schönen Bildern des Sommers, was sie noch unwichtiger wirken lässt. Ihr merkt schon, Romantisierung wird bei mir groß geschrieben.


Ich hoffe sehr, dass Ihr mithilfe meiner Tipps tiefenentspannt und - gereinigt in den Frühling und Sommer starten könnt. Wenn Ihr weitere Ideen habt, auf welchen Ebenen sich ein Frühjahrsputz noch eignet, schreibt uns gerne per Mail an redaktion@studioeins.org oder auf Instagram @studioeinsev. Und für noch mehr gute Laune empfehle ich Euch, jeden Mittwoch in unsere kommenden Frühlingssendungen einzuschalten, von 21-22 Uhr live auf Radio Bonn/Rhein-Sieg!

 

Text: Julia Gogolok

Foto: © Julia Gogolok

 

 

 

Studio Eins wacht auf: Darum schenkt uns der Frühling Motivation

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